
Der Rhein bei Erpel wirkt an diesem Morgen beinahe friedlich. Ruhiges Wasser, warmes Licht, die Villa am gegenüberliegenden Hang. Erst am Ufer verändert sich das Bild. Wo Wasser sein sollte, liegen Steine. Viel mehr Steine, als der Blick aus der Entfernung vermuten ließ.
Die Serie folgt dieser Veränderung der Nähe. Das trockengefallene Flussbett gibt Dinge frei, die sonst unter Wasser liegen. Ein verrostetes Fahrrad wird zum Fundstück. Später setzt sich die Trockenheit im Wald fort, bis sie oben auf der Erpeler Ley zur Landschaft wird: gelbes Gras unter blauem Himmel. Gleichzeitig fährt unten auf dem Rhein ein Frachter vorbei. Der Fluss funktioniert.
Sieben Bilder zwischen Nähe und Distanz: scheinbare Ordnung, massiver Verlust, freigelegte Spur, Trockenheit im Grün, Trockenheit als Landschaft, funktionierender Fluss – und am Ende eine Störung, die aus der Ferne kaum noch zu sehen ist.
Die Geschichte hinter den sieben Bildern:
Auf dem Trockenen · Photohike Erpel am Rhein







